Pilotstudie

Audio Resonance Therapy (ART) – Studie

Roya Schwarz (a), Michael Hammes (a), Carl Albrecht (b), Dirk Reichardt (b)

(a) Academy of Ancient Chinese Medicine, Hamburg, Germany
(b) jamXmusic GmbH&Co KG, Hamburg, Germany

Keywords: ART, Audio Resonance Therapy, Musiktherapie, Meditation

ZUSAMMENFASSUNG

Die Wirksamkeit bestimmter Klänge und Tonreihen auf somatische Stressbewältigungsfunktionen und auf das vegetative Nervensystem sowie auf die somatische und psychische Befindlichkeit wurden im Rahmen der Exposition mit neu erstellten Kompositionen untersucht. Zu den erfassten Parametern zählen die Herzfrequenzvariabilität und die durch den Mehrdimensionalen Befindlichkeitsfragebogen abgebildete psychische Befindlichkeit (zertifiziert nach der Deutschen Forschungsgesellschaft, DFG).

Zudem wurden zwei studienspezifische Fragebögen erstellt, die im Wesentlichen nach operanten Kriterien zu beantworten waren, um eine individuelle Bewertung der subjektiven Erfahrungen der Probanden zu ermöglichen.

Es zeigte sich eine Verbesserung der Befindlichkeit in den Dimensionen der Stimmung, der Wachheit und der inneren Ruhe unmittelbar nach der Musik-Meditation. Diese führte auch zu einer Absenkung der Herzfrequenz. Die subjektive Beurteilung der Meditationserfahrung war überwiegend positiv und zu einem geringen Teil neutral. Die Verbesserung der Befindlichkeit war in abgeschwächter Form auch 6 Wochen nach Ende der Übungsphase noch feststellbar. Auch die positive subjektive Bewertung der Meditationserfahrung im Rahmen der Studie war nach 6 Wochen noch in nur leicht abgeschwächter Form erfassbar.

KONZEPTIONELLER HINTERGRUND

Nach den Lehren alter Heilkonzepte ist der physische Körper von einem feinstofflichen Resonanzfeld durchdrungen und umgeben, welches eine relativ große Bandbreite verschiedener Schwingungsbereiche umfasst. Diese Schwingungsbereiche formen Schichten unterschiedlicher Dichte, die zwar stark miteinander in Wechselwirkung stehen, aber dennoch klar zu unterscheidende Ebenen bilden, die zusammenfassend als ‚Bioplasmatisches Feld‘ bezeichnet werden. Dabei nimmt die Frequenz der Schwingung exponentiell zum Abstand vom physischen Körper zu.

Verschiedene Schwingungsebenen ermöglichen unterschiedliche Erfahrungsebenen, denn ebenso wie die physische Welt durch den physischen Körper erfahrbar wird, so ist eine spezifische Kommunikation mit der Intuition (den Eingebungen) über höherfrequente Schwingungsfelder möglich.
Das Bioplasmatische Feld speichert darüber hinaus negative Informationen und Erfahrungen (Traumata) und kann wie der physische Körper in seiner Funktion gestört werden.
Der physische Körper weist umschriebene Areale auf, die in einer spezifischen Verbindung mit dem Bioplasmatischen Feld stehen, so dass von dort aus dieses Feld positiv beeinflusst werden kann. Diese ausgewiesenen Areale, die sich auf den physischen Körper abbilden, werden als Energiezentren bezeichnet.
Diese Zentren sind das Tor und der Schlüssel zur Arbeit mit den feinen Schwingungen und Informationen, die sich im Körper abbilden.

Unter Berücksichtigung unterschiedlicher medizinischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse, sowie durch Ausnutzung der komplexen Interaktionen verschiedener Klang- und Kompositionstechniken wurde die Audio Resonance Therapy (ART) entwickelt.

Die ART-Musik ist auf einen Grundton von 432 Hertz eingestimmt. Diese 432 Hz-Ausrichtung gilt als natürliche Grundstimmung und geht vor allem auf den antiken Mathematiker Pythagoras und in neuerer Zeit auf die Begründung der Klangforschung durch den Physiker und Astronom Ernst Florens Friedrich Chladni zurück.

Die Audio Resonanz Therapie macht sich die besondere Resonanzfähigkeit der natürlichen 432 Hertz Stimmung zu Nutze. Die Ausrichtung auf 8/256/432 Hertz (Schumann-Frequenz, Obertonoktaven, pythagoräische Sexte) schafft ein umfangreiches Betätigungsfeld für die Entwicklung von Klängen, die Entspannung und Wohlbefinden zu vermitteln vermögen. Die so aufgebaute natürliche Stimmung wirkt sich bis auf die Ebene der Zellbiologie und Eigenfrequenzen der Zellen aus.

Eine genauere Betrachtung hierzu liefert die moderne harmonikale Grundlagenforschung und die Neurophysiologie der Musikwahrnehmung.

In die Audio Resonance Therapy wurden zusätzlich Töne integriert, die von Therapie-Klangschalen erzeugt werden. Mit großem professionellem Aufwand sind hochwertige Klangschalen zunächst aufgenommen und anschließend in ihren Teilfrequenzen und Teiltönen zur Musik temperiert und eingestimmt worden.
Der Audio Resonance Therapy ging eine aufwendige Klangstudie mit unterschiedlichen Frequenzen und Stimmungen zur Aktivierung der Körperzentren (Chakren) voraus, die auf ihre jeweilige aktivierende Wirkung hin untersucht und verglichen wurden. Für die ART wurden ausschließlich diejenigen Frequenzen und Grundtonarten, die sich als die wirkungsvollsten in der Stimulation der einzelnen Körperzentren erwiesen haben, ausgewählt.
Entsprechend der Unterschiedlichkeit und der Bedeutungen der Energiesysteme im Verständnis der Chinesischen Medizin wurden der Musik weitere spezielle Klänge und Frequenzen hinzugefügt.

Die von uns gewählten Töne, Klänge und Harmoniefolgen wurden im musikalischen und kompositorischen Kontext aufgrund der Erkenntnisse aus der Neurophysiologie, der Hirn- und der Emotionsforschung gewählt, um insbesondere ein Gefühl der Sicherheit, Vorhersehbarkeit und Beruhigung zu initiieren.

Die ART-Musik transportiert daher spontan Zufriedenheit und ermöglicht es, auf eine einzigartige Weise zur Ruhe und zu sich selbst zu kommen.

Die ART-Studie intendierte, diese charakteristische Wirkung der ART-Musik detailliert zu untersuchen.

Ablauf der Studie

Im Sinne einer dynamischen Stimulation wurden alle Körperzentren aufsteigend und absteigend aktiviert, bevor eine mehrminütige Stille die Schwingungen ausklingen lässt, wodurch sich die volle Wirkung der ART entfaltet.

Die Versuchsreihe für die ART-Studie wurde mit 21 Probanden über 21 Tage durchgeführt.
Vor und nach der Stimulation durch Musik wurden die Herzfrequenzvariabilität (HRV) bei den Probanden bestimmt sowie eine mehrdimensionale Befindlichkeitsmessung (MDBF) durchgeführt.

Die Mehrdimensionale Befindlichkeitsmessung (MDFB) wurde an den folgenden Tagen wiederholt

1. Tag Vor und nach der Musik-Exposition

7. Tag Vor und nach der Musik-Exposition

14. Tag Vor und nach der Musik-Exposition

21. Tag Vor und nach der Musik-Exposition

Die Herzfrequenzvariabilität HRVMessung wurde an den aufgeführten Tagen vorgenommen:

1. Tag Vor und nach der Musik-Exposition
7. Tag Vor und nach der Musik-Exposition
14. Tag Vor und nach der Musik-Exposition
21. Tag Vor und nach der Musik-Exposition

Am 21. Tag wurden die Probanden zusätzlich einer spezifischen subjektiven Befragung unterzogen.

6 Wochen nach Ende der Versuchsreihe wurden erneut die Mehrdimensionale Befindlichkeitsmessung (MDFB) und eine zusätzliche Befindlichkeitsbefragung bei den Probanden vorgenommen.

Auswertung der Ergebnisse nach 21 Tagen:

Mehrdimensionale Befindlichkeitsmessung (MDFB)

Übersicht der Befunde

Folgende Veränderungen konnten bei einem Großteil der Probanden festgestellt werden:
GS-Score (gute – schlechte Stimmung) – im direkten Vergleich vor und nach der Meditation zeigten sich bei mehr als fünf von sechs Probanden Verbesserungen in Richtung einer besseren Stimmung


RU-Score (ruhiger – unruhiger Zustand) – im direkten Vergleich vor und nach der Meditation zeigten sich ebenfalls bei mehr als fünf von sechs Probanden Verbesserungen in Richtung auf einen ruhigeren Zustand


WM-Score (wacher – müder Zustand) – im direkten Vergleich vor und nach der Meditation zeigten sich bei mehr als drei von vier Probanden Verbesserungen in Richtung auf einen wacheren Zustand

Herzfrequenzvariabilität (HRV) Übersicht der Befunde

Bei durchschnittlich mehr als fünf von sechs Probanden konnte in der Auswertung aller Untersuchungsgänge eine Absenkung der Herzschlagrate nach der Meditation beobachtet werden. Bei den ersten Durchgängen zeigte sich diese Absenkung sogar bei neun von zehn bzw. bis zu zwanzig der insgesamt einundzwanzig Probanden. Nach dem letzten Durchgang bestand eine besondere Situation durch das Überreichen von Geschenken, durch Applaus und Gespräche der Teilnehmer, so dass hier nur gut sieben von zehn Probanden eine erniedrigte Herzfrequenz aufwiesen. Die Teilnehmer der Studie waren zu einem wesentlichen Teil Patienten mit schweren oder chronischen Erkrankungen, was sich in der Verteilung des Spektrums niedriger Herzfrequenzen, die mit der vegetativen Regulation in Zusammenhang stehen, widerspiegelt.

Subjektive Befindlichkeitsbefragung

Der anonymisierte Bogen enthielt Fragen mit meist dreigeteilter Antwortmöglichkeit (zutreffend, nicht zutreffend, weiß nicht). Zusammenfassend wurden die folgenden Ergebnisse erfasst:

  • 19 von 21 Teilnehmern bejahten die Beobachtung einer positiven Veränderung
  • alle Teilnehmer empfanden die Studienteilnahme als überwiegend angenehm
  • alle Teilnehmer würden die ART-Meditation weiterempfehlen
  • 17 von 21 Teilnehmern verspürten eine Verbesserung der Vitalität
  • 20 von 21 Teilnehmern stellten eine Lösung innerer Blockaden fest
  • 16 von 21 Teilnehmern gaben eine Verbesserung der körperlichen Gesundheit an
  • alle Teilnehmer bemerkten eine Verbesserung ihres geistig-seelischen Zustands
  • 19 von 21 Teilnehmern empfanden die Musik der ART-Meditation als stärker positiv wirksam als andere Meditationsmusiken
  • 18 von 21 Teilnehmern sahen es als sehr wahrscheinlich an, die ART-Therapie in ihren Alltag zu integrieren, die übrigen drei Teilnehmer bezeichneten dies als wahrscheinlich

Auswertung der Ergebnisse nach 6 Wochen

Mehrdimensionale Befindlichkeitsmessung (MDFB)

Die Erhebungen wurden direkt vor und nach der Studie sowie sechs Wochen nach Studienende durchgeführt.

A.

Bei 71 % der Probanden war die Wach/Müde-Befindlichkeit während der Studie besser als bei Eintritt oder 6 Wochen nach der Studie.

Bei 81 % der Probanden war die Gut/Schlecht-Befindlichkeit während der Studie besser als bei Eintritt oder 6 Wochen nach der Studie.

Bei 86 % der Probanden war die Ruhe/Unruhe-Befindlichkeit während der Studie besser als bei Eintritt oder 6 Wochen nach der Studie.

Die Gesamtbefindlichkeit war während der Studie durchschnittlich bei 79 % der Probanden besser als vor oder 6 Wochen nach der Studie.

B.

Die Wach/Müde-Befindlichkeit war während der Studie um 14 % im Vergleich zu vor oder 6 Wochen nach der Studie verbessert.

Die Gut/Schlecht-Befindlichkeit war während der Studie um 11 % im Vergleich zu vor oder 6 Wochen nach der Studie verbessert.

Die Ruhe/Unruhe-Befindlichkeit war während der Studie um 17 % im Vergleich zu vor oder 6 Wochen nach der Studie verbessert.

Die Gesamtbefindlichkeit war während der Studie durchschnittlich um 14 % besser als vor oder 6 Wochen nach der Studie.

C.

Bei 52 % der Probanden war die Wach/Müde-Befindlichkeit 6 Wochen nach der Studie besser als bei Eintritt in die Studie.

Bei 57 % der Probanden war die Gut/Schlecht-Befindlichkeit 6 Wochen nach der Studie besser als bei Eintritt in die Studie.

Bei 71 % der Probanden war die Ruhe/Unruhe Befindlichkeit 6 Wochen nach der Studie besser als bei Eintritt in die Studie.

Die Gesamtbefindlichkeit war 6 Wochen nach der Studie im Mittel bei etwa 60 % der Probanden besser.

Hier sind durchschnittliche Veränderungen in der Gesamtgruppe dargestellt. Die Untersuchungsergebnisse zeigten zum Teil erhebliche interindividuelle Unterschiede. Insbesondere Probanden mit außergewöhnlich hohen oder niedrigen Eingangsscores zeigten entgegen den Trends der Gesamtgruppe zuweilen keine relevanten Veränderungen in den ausgewerteten Scores.

Aufgrund der Struktur der MDFB liegt der Wert eines zwischen den beiden Polen ausgeglichenen, mitteren Scores bei 24 (niedrigster möglicher Wert 8, höchster möglicher Wert 40: 24 ± 16). Über dem mittleren Niveau von 24 liegende Werte sind als stärkere Ausprägung eines als positiv empfundenen Zustand zu verstehen, Werte unter dieser Schwelle kennzeichnen eine stärkere Ausprägung eines als negativ empfundenen Zustands. Die höchsten in der Studie erzielten Werte für die drei untersuchten Scores verteilen sich wie folgt:

Wach/Müde-Score – 29 (24 + 5)

Gut/Schlecht-Score – 34 (24 + 10)

Ruhe/Unruhe-Score – 33 (24 + 9)

Subjektive Befindlichkeitsbefragung:

90 % Der Probanden gaben an, dass bei ihnen durch die Teilnahme an der ART-Studie anhaltende Effekte eingetreten sind.

90 % Der Probanden gaben an, dass durch die Teilnahme an dem ART-Programm sich ihr seelischer Zustand gefestigt hat.

81 % Der Probanden waren der Ansicht, dass sie durch die Teilnahme an dem ART Programm verändert auf die globale Krise reagieren.

71 % Der Probanden gaben an, dass sie seit der Teilnahme an der Studie grundsätzlich weniger Zukunftsängste haben, was als Wirkung der ART-Meditation aufgefasst wurde.

Die Probanden benutzten am häufigsten die folgenden Attributionen zur Beschreibung der Wirkung des ART-Programms: 

ruhiger / gefasster / zentrierter: 7 von 21 (33%)

gelassener / entspannter: 5 von 21 (24%)

vertrauensvoller: 4 von 21 (19%)

Weitere Befunde

In den vier Musikmeditationssitzungen (erster, siebter, vierzehnter und einundzwanzigster Tag der Studie) lag der Ruhe/Unruhe-Score (MDBF) in allen vier Durchläufen bei 10,5% der Probanden zum Ende der Meditation höher als vor der Musikexposition (Veränderung Richtung größere Ruhe).  Die stärkste Ausprägung dieses Effekts war nach der ersten Musikexposition mit einer Zunahme um 43% zu beobachten. 

Bei 7% der Probanden lag der Wach/Müde-Score (MDBF) in allen vier Durchläufen zum Ende der Meditation höher als vor der Musikexposition (Veränderung Richtung vermehrte Müdigkeit). Die stärkste Ausprägung dieses Effekts war nach der ersten Musikexposition mit einer Zunahme um 20% zu beobachten.

Bei 6,5% der Probanden lag der Gut/Schlecht-Score (MDBF) in allen vier Durchläufen zum Ende der Meditation höher als vor der Musikexposition (Veränderung Richtung bessere Befindlichkeit). Die stärkste Ausprägung dieses Effekts war nach der ersten Musikexposition mit einer Zunahme um 19% zu beobachten.

Der Median der drei ausgewerteten Befindlichkeitsmarker lag im Durchschnitt aller vier Durchläufe zum Ende der Meditation um 8% höher als vor der Musikexposition (Veränderung Richtung bessere Gesamtbefindlichkeit).